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Otto Reutter (1870
- 1931) war der große Comedian im Berlin der 20er Jahre. Seine beruflich Laufbahn
beschreibt er in seiner Autobiografie folgendermaßen: "Wollte zum Theater
- Krach mit dem Vater - Kaufmann gelernt - heimlich entfernt. "Wer war eigentlich dieser
Otto Reutter, über dessen Reime man heute noch, Jahrzehnte nach seinem Tod,
herzlich lachen kann? Er war das, was man von einem guten Kabarettisten
erwartet: Jemand, der den Menschen den Spiegel vorhält, das Zeitgeschehen
kommentiert, den Finger in die gesellschaftlichen und moralischen Wunden legt.
Schu´s Programme sind nur ein kleiner Auszug aus dem gewaltigen Schaffen, (über 1.100
Couplets) das Reutter der Nachwelt hinterlassen hat. Große Bewunderer fand
Reutter in Erich Kästner (...die Leichtigkeit seiner Texte) und Kurt Tucholsky
(...er haucht seine Pointen in die Luft und alles liegt auf dem Bauch).
Reutters Texte sind lustig, karikieren Alltäglichkeiten, wie etwa die Geduld
von einem Ehemann erwartet wird, wenn seine Frau sich eine Bluse kaufen will,
"Der Blusenkauf" oder das ambivalente Verhältnis zwischen Stolz
(Besitz) und Sorge (Diebstahl) über den neuen Paleto, "Der
Überzieher". Aber Reutters Couplets sind auch erschreckend. Vieles ist so
aktuell, das man es kaum glauben kann.
Seit einigen Jahren tritt
Ewald Schu mit verschiedenen Otto Reutter - Programmen und ungebremsten Erfolg
auf.
Die zahlreichen auswärtigen
Gastspiele und die immer ausverkauften "Heimspiele" im Festsaal des
Klosters Karthaus in Konz zeigen, das Otto Reutters Sprachwitz und sein Humor
auch heute an Aktualität nichts eingebüßt hat. Aus dem großen "Reutterchen
Repertoire" stellt Schu immer wieder eine bunte Mischung der witzigen
Lieder zusammen. Ohrwürmer wie "Der Überzieher", "In 50 Jahren
ist alles vorbei" oder "Nehm'n Sie'n Alten", gehören genau so
dazu, wie wiederentdeckte Couplets des großen Komikers. Reale Zeitzeugen, die
Reutter auf die ein oder andere Art begegnet sind, zeichnen im Wechsel mit
Reuter - Couplets die private Seite des Ausnahme - Humoristen und vermitteln
dadurch auch menschlich ein eindrucksvolles Bild des beliebten Comedian.
Christoph Schach
übernimmt am Piano die musikalische Begleitung des Programms. Einfühlsam, flink
reagierend, begleitet er den Protagonisten und geht auf jede Nuance in dessen
Vorträge ein. Ein "Glücksfall" für Schu schreibt die Presse.
Kuriosität am Rande: Kennen gelernt haben sich Beide beim Kauf eines Klaviers,
dass Ewald Schu im "Findling" suchte und Christoph Schach ihm
verkaufte.
Bei
den sogenannten "Großen Konzerten" immer mit dabei:
Männerensemble "Choract" mit Liedern der berühmten "Comedian
Harmonists", z.B. "Mein kleiner grüner Kaktus", "Veronika, der
Lenz ist da", "Irgendwo auf der Welt".
Leitung: Christoph Schach
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